"Ohne ein tiefes Gebetsleben, sowohl persönlich als auch gemeinschaftlich und liturgisch, kann Ordensleben nicht durchgehalten werden. Die Ordensperson, die auf konkrete Weise eine Weihe ihres ganzen Lebens annimmt, ist dazu berufen mit dem auferstandenen Herrn durch warmherzige, persönliche Kenntnis vertraut zu sein und Ihn als den zu kennnen, mit dem er oder sie in persönlicher Kommunion ist: 'Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.' Die Kenntnis von Ihm im Glauben bringt Liebe hervor: 'Ihn habt ihr nicht gesehen und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude...' Diese Freude von Liebe und Erkenntnis wird auf vielerlei Weise bewirkt, wesentlich jedoch, durch die essentielle und notwendige Bedingung der individuellen und gemeinschaftlichen Begegnung mit Gott im Gebet. " (Essential Elements, 28).